Von all den vielen Bezeichnungen für Shanghai trifft ‘Die Stadt die niemals schläft!’ in meinen Augen am meisten zu. Das fällt einem erst so richtig auf, wenn man langsam anfängt hier normal zu leben und nicht mehr nur noch als Tourist verstrahlt in der Gegend herumläuft. Es wird nachts auf Baustellen gearbeitet, die Geschäfte haben immer geöffnet und es ist immer überall gleich voll und gleich chaotisch, egal welcher Wochentag. Die Chinesen selbst hingegen, die schlafen überall und in jeder Lebenslage extrem gerne und ausgiebig. Man ‘trifft’ sich an größeren Plätzen oder an Promenaden um dort gemeinsam ein paar Stündchen zu knacken. So liegen zum Beispiel jeden Abend am Bund gefühlte hundert Chinesen rum und schnarchen im Kanon. Das nenne ich Lebensqualität! Davon abgesehen wird die Hitze insgesamt ganz langsam etwas erträglicher. Also es sind nur noch 34 anstatt von 37 Grad bei 70 Prozent Luftfeuchtigkeit. Und nach einer Woche in meiner neuen Wohnung beginnt man sich auch immer mehr heimisch zu fühlen. Gute Aussichten für die nächsten paar Tage, bevor dann bald die Fudan ihre Türen öffnet.
Fast drei Wochen unterwegs! Bedeutet 10 Tage Singapore und eine Woche Wohnungssuche in Shanghai. Langsam aber sicher bin ich angekommen. Der ‘Kulturschock’ vom Luxus in Singapore ins chinesische Chaos ist überwunden. Nur an die ständige Hitze gewöhnt man sich kaum. Nachdem ich nachher dann erstmal umziehen werde und alles immer mehr seine geregelten Bahnen geht, ist auch häufiger mal ein aktuelles Foto auf meinem Flickr Account zu erwarten. Aber zunächst nachträglich ein ganzer Berg von Bildern, 3 Sets aus der Löwenstadt.
Nicht mehr ganz brand aktuell, aber um das hier kurz festzuhalten, seit langer Zeit noch einmal vier tolle Alben auf einen Schlag. Rythmrock and Soul ist das Stichwort.
Black Joe Lewis and the Honeybears – Tell ‘Em What Your Name Is
Was ein Soul Fetzrock Spektakel. Gute Laune, toll gemacht, abwechslungsreich, ich bin begeistert.
Eli Paperboy Reed – Come And Get It
Ein Refernzwerk für neumodischen Soul, fetzig, gut gemacht und mitreißend. Live aber auch noch viel besser. Eli ist drei jahre jünger als ich selbst, diese Drecksau!
Heavy Trash – Midnight Soul Serenade
Abgefahren und was zum genau hinhören. Aber gefällt! Auch die alten Alben.
Naomi Shelton and the Gospel Queens – What Have You Done My Brother
Wie der Name schon sagt. Stößt man nicht so oft auf sowas. Danke, Herr Neumann.
Wie jedes Jahr seit der Geburt dieses Blogs gibt’s eine kleine Jahresrückblick 2009 Hitliste in verschiedenen Kategorien. Dieses mal erst verspätet im Januar. Das Jahr war kein künstlerisch großes Jahr (abgesehen von wirklich vielen tollen Konzerten) und derzeit komme ich auch sonst kaum zum bloggen, wie man sieht. Aber Dinge die man angefangen hat, sollte man auch weiterführen. In diesem Sinne!
Konzerte des Jahres:
The Gaslight Anthem – Köln, Underground
ACDC – Köln, Rheinenergie Stadion
Brian Setzer Orchestra – Amsterdam, Heineken Music Hall
Kitty, Daisy & Lewis – Wiesbaden, Folklore im Garten
Frank Turner – Köln, Luxor
Alben des Jahres:
Alice in Chains – Black Gives Way To Blue
Polar Bear Club – Chasing Hamburg
Frank Turner – Poetry Of The Deed
Biffy Clyro – Only Revolutions
The Heavy – The House That Dirt Built
Filme des Jahres:
Watchmen
Taken
Gran Torino
Inglourious Basterds
Slumdog Millionair
Endlich. Die Amerikaner fangen wieder an Basketball zu spielen. Einer der wenigen Lichtblicke, welcher mit dem Einzug des Winters alljährlich einher geht.
Die Wechsel von Shaq, Carter und Wallace werden im Osten nun endlich wieder für neues Feuer Sorgen. Eine verrückte Saison wird es aber wahrscheinlich trotzdem nicht. Am Ende stehen die Lakers wieder ganz oben, egal ob Boston, Orlando oder Cleveland als Konterpart in einem Finale 2010 steht.
Eine kurze und pregnante Vorschau zur neuen Saison, nachzulesen in deutscher Sprache, gibt es hier und hier und besonders hier.
Trotzdem bleibt für die NBA Saison 2009/10 ein leichter Beigeschmack, der vermittelt, dass viele Clubs entweder ein allerletztes Mal alles auf eine Karte setzen oder im Gegenzug konsequent sparen um dann im Sommer 2010 im großen Stil shoppen gehen zu können, wenn unter anderem die Verträge von Dwayne Wade und LeBron James auslaufen. (Man stelle sich vor: Wade wechselt zu den Bulls und James zu den Knicks! Die größte Rivalität des Ostens und zweitgrößte der Liga wäre damit nach langer Zeit wieder auf hohem Niveau zurück.)
Aber so weit sind wir ja noch lange nicht. Erstmal schauen wir uns schön das hier an…
Acht lange Monate, in denen fast nur Mist erschienen ist, mussten im Jahre 2009 erst ins Land ziehen bis ich nun mal wieder begeistert von musikalischen Neuveröffentlichungen bin. Dafür aber direkt vier mal. Alles im September.
Erwartet: Frank Turner. Erleichtert: Alice in Chains. Erfreut: Thrice. Überrascht: Polar Bear Club.
In letzter Zeit gab es bei mir sowieso öfters mal mit Long Distance Calling (deutsche Band – absolut super) und Russian Circles rein instrumentale Klänge auf die Ohren. Beides allerdings mehr aus der alternativen, progressiven Ecke! Nun höre ich letzten Donnerstag, dass eine Band namens Karma to Burn im Underground spielt. Instrumental-Stoner-Rock aus Amerika. Kannte ich nicht. Vielleicht weil sie sich 2001 aufgelöst hatten und vor kurzem erst wieder reformiert sind. Wie auch immer, ich habe vieles verpasst. Die sind ja sowas von ein Brett! Danke für diesen Tipp.
Leider hab’ ich das Konzert im Underground nicht sehen können. Sehr schade! Denn live stelle ich mir das alles erst so richtig großartig vor. Zumindest die Alben muss ich mir jetzt also auf jeden Fall besorgen. Solange höre ich die Jungs bei Myspace und Youtube. Zum Beispiel dieses fantastische Video hier:
Als wäre der Song extra für die berühmte Szene in Bullit geschrieben worden. Oder anders gesagt, wäre er es mal damals besser. Ab jetzt jedenfalls keine Verfolgungsjagd mehr ohne dieses Stück im Ohr.
Also alles was ich hier zuvor über den weiteren Verlauf der NBA Playoffs geschrieben hatte, muss ich natürlich jetzt komplett revidieren. Lebron war für mich sicher in den Finals und auf der anderen Seite hatte ich mir die Nuggets als Western Conference Champion erhofft. Aber: Orlando vs. Los Angeles heißt die Partie seit einigen Tagen! Und da dachte ich, jetzt wo es der MVP schon nicht geschafft hat, können auch Kobe und Gasol die Magic mit ihrem Beast unter dem Korb und Dreier-Schützen Schwadron nicht mehr stoppen. Die Simulation der Finals mit Hilfe der PS3 und NBALive bestätigte mir dies. Aber: auch falsch, in der Realität steht es nach einem knappen zweiten Spiel klar 2-0 für L.A. und keiner glaubt mehr wirklich daran, dass Orlando es schafft noch einmal längerfristig und nachhaltig zurück zu schlagen.
In besagtem Regal stehen unter anderem nun die neue Rancid, Voice of a Generation, die neue Dredg und eben das zweite Refused Album Songs to Fan the Flames of Discontent, was noch in meiner Sammlung fehlte und ich zudem noch nie gehört hatte. Vorne angefangen kann ich sagen, dass Rancid seine Chance zu einem anderen Zeitpunkt bekommen wird. Die anderen drei Platten wurden aber bereits ausgiebigst und mit viel Freude gehört.
Voice of a Generation ist eine Street Punk Band aus Schweden die mir bisher komplett unbekannt war und deren The Final Oddition nur deswegen zufällig gekauft wurde, weil ich dieser Tage meine klassischen Sommer-Punkrock-Skate & Co. Wochen habe (Flatliners, Bouncing Souls, Propagandhi etc.). Und es hat sich gelohnt – eingängige Mitgröhl Nummern für die Straße und mit Democracy Is Dead ist auch ein absoluter Superhit mit drauf. Einfach, aber schön.
Inspiriert durch die tolle Doku Dogtown & Z-Boys, welche ich Gestern glücklicherweise und endlich bei Kumpel Krabbenfischer sehen durfte, durchforste ich nun das Internet. Von der Historie des Dogtown Viertels In Venice hin zur Geschichte des Pacific Ocean Park. Vom Zephyr Surf Team zum Skate Team, hin zu Tony Alva, Stacy Peralta, der Bones Brigade. Dort angelangt befinde ich mich auch mehr und mehr in bekannten Gefilden. Aber auch nicht ganz, denn der riesige Output an Skate Videos, den Peralta mit der Bones Brigade schon in den 80ern hatte, prominente Pioniere die damaligen Kids und heutigen alten Hasen Tony Hawk und Steve Caballero, ist mir gar nicht bewusst gewesen. Und so freue ich mich um so mehr jetzt solche Schätzchen wie den Kultfilm The Search For Animal Chin aus dem Jahr 1987 zu entdecken. Und zwar in voller Länge!