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September 29th, 2009 by Dave

Acht lange Monate, in denen fast nur Mist erschienen ist, mussten im Jahre 2009 erst ins Land ziehen bis ich nun mal wieder begeistert von musikalischen Neuveröffentlichungen bin. Dafür aber direkt vier mal. Alles im September.

Erwartet: Frank Turner. Erleichtert: Alice in Chains. Erfreut: Thrice. Überrascht: Polar Bear Club.

alben

Frank Turner, seit dem wir ihn im Februar im Vorprogramm von The Gaslight Anthem sahen, quasi ein Teil der Familie. Großer Sympath, noch größere Songs. An das – in meinen Augen – Meisterwerk Love Ire & Song reicht sein neues Poetry of the Deed nicht heran. Man kann es aber auch nicht vegleichen, es ist weniger ein Singer/Songwriter und viel mehr ein Band Album. Nach mehrfachem Durchhören und einer kleinen Gewöhnungsphase zündet es aber dafür umso mehr. Lagerfreuer Hymnen, sowie Kneipen-Mitgröhl-Hits. Und ich würde sagen der durchaus logische Nachfolger für einen Frank Turner, der sich grade ziemlich auf der Karriereleiter in Richtung ganz oben befindet.

Alice In Chains. Normalerweise muss man über Comebacks nichts schreiben, erst recht nicht wenn es auch noch einen neuen Sänger gibt. In diesem Fall ist jedoch alles anders. AiC sind zurück! Zum ersten mal, soweit ich mich erinnern kann, dass eine Rückkehr nach so langer Zeit richtig Freude bereitet. Black gives Way to Blue ist auch im Vergleich zu den Hochzeiten der Band toll und ich muss zugeben, das hätte ich absolut nicht gedacht. Fantastisch!

Thrice haben sich innerhalb von ein paar Jahren von einer nicht wirklich ernst zu nehmenden Screamo Kapelle hin zu einer innovativen und eigenständigen Größe entwickelt. Dies natürlich nur aufgrund ihres Konzept Werkes The Alchemy Index in vier Etappen und zwei Langspielern. Damit die Welt wieder in Ordnung ist, bin ich von einer Eintagsfliege ausgegangen, welche mit der Beendigung des merkwürdigen “Vier Elemente” Konzepts auch wieder Feierabend hat. Aber Nein, die Herrschaften machen nicht nur da weiter wo sie aufgehört haben, sondern vereinen, so würde ich sagen, alle Stärken des umfangreichen The Alchemy Index auf ein normales Album. Dieses nennt sich Beggars und allein schon für die ersten zwei Songs All The World Is Mad und The Weight lohnt es sich da mal reinzuhören. Punkt.

Polar Bear Club, von denen schon eine ganze Weile das Erstlingswerk Sometimes Things Just Disappear auf meinem Amazon Wunschzettel ganz oben stand, gerieten leider irgendwie in Vergessenheit. Und jetzt aus heiterem Himmel wurde mir die Information zugespielt, dass der Nachfolger ganz frisch in den Startlöchern steht. Chasing Hamburg hatte mich direkt beim ersten Durchlauf. Recht moderne Rockmusik, wenn man es sich einfach machen möchte, irgendwo in der Mitte zwischen Billy Talent und Rise Against platziert. Aber nein, so einfach machen wir es uns nicht. Denn das, von dem ich hier nun seit drei Wochen nachhaltig begeistert bin, ist besser, ausgefeilter, mit dem gewissen Etwas. Eine gehörige Portion Hot Water Music trägt da genauso zum Erfolgsrezept bei wie schlicht und einfach tolle, abwechslungsreiche Songs. Ein homogenes Gesamtwerk, das mit 10 Stücken weder zu kurz, noch zu lang geraten ist und genau auf die Zwölf trifft. Danke.

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